Markus und der Eimer der Befreiung

Ein Blecheimer mit Küchenessern gefüllt
Der Eimer der Befreiung Bild: H.P. Zehnter

Mein Freund Markus betreibt einen hübschen kleinen Laden im Dortmunder Kreuzviertel.

Markus liebt Messer. Und so verkauft Markus seine Lieblingsstücke für jeden Zweck. Messer für die Küche, für den Abenteurer, für die Rasur, für dies und das. Markus erkennt die schlecht rasierten Männer auf einen Blick. Das Werkzeug muss stimmen sagt er – sonst leidet die Männerhaut.

Kürzlich haben wir uns über Gott und die Welt unterhalten. Dazu muss man wissen – Markus ist auch eine soziale Institution im Viertel. Bei ihm laufen viele Drähte zusammen und man trifft sich gerne.

Häufig wird Markus von seinen Kunden nach der Qualität der mitgebrachten Küchenmesser gefragt. Bei guten Messern lohnt sich noch ein Nachschärfen.  Viele der begutachteten Messer landen aber in dem „Eimer der Befreiung“. Meist importierte Billigware. Die Aufarbeitung lohnt sich einfach nicht mehr.

Die Idee vom „Eimer der Befreiung“ fand ich genial - nun habe ich ihn auch bei mir Zuhause etabliert. Nicht für Messer, aber für alle alltäglichen Dinge, die mich eigentlich nur noch belasten. Alle paar Wochen wird der Inhalt abschließend entsorgt. Bis dahin kann ich es mir ja immer noch gut überlegen ….

Hans-Peter