Alle Jahre wieder (I)

Papierleuchte Bild: H.P. Zehnter

Manche Dinge ändern sich nicht. Sobald der Advent naht, laufe ich in den Keller, hole die große Kiste aus dem Regal und trage sie ins Wohnzimmer. Dort schaue ich mir meine im Laufe der Jahre gesammelten Schätze an und entscheide, welche ich davon in diesem Jahr verwenden werde. Nicht alles, was sich in der Kiste befindet, kommt auch zum Einsatz, aber doch vieles. Die Krippenfiguren natürlich, die ich vor Jahren selbst gegossen und bemalt habe, der klassische rot-weiße Baumschmuck, der große rote Weihnachtsstern für das Fenster.
Erstaunlicherweise befindet sich unter meiner gekauften Weihnachtsdekoration nun seit einem Jahr auch wieder Selbstgebasteltes. Kleine und große Weihnachtssterne aus Transparentpapier, aus Schmuckdraht gebogene Engel sowie Waldorf-Laternen, die ihr mildes Licht verbreiten.
Obwohl die Kinder aus dem Haus sind und sich noch keine Enkelkinder angekündigt haben, sitze ich da und bastle. Woher nur kommt dieser Drang, eigenen Weihnachtsschmuck zu produzieren, der in seiner Unperfektheit doch so weit entfernt ist von dem vorgefertigten und käuflichen Weihnachtsschmuck?
Vielleicht rührt es genau daher, aus dem Wunsch, einen kleinen persönlichen Beitrag zu leisten, der mit seinem meditativen Charakter so sehr in diese vorweihnachtliche Zeit passt.
Birgit